E1: Projekte “PLATZHalter”
PLATZHalter | Ein temporäres Jugendhotel und Studierendenwohnhaus für Hermannstadt
Der Institutsschwerpunkt Osteuropa mit der Reise nach Hermannstadt gibt den Studierenden hervorragend Gelegenheit, eigene Kenntnisse und Beobachtungen in eine neue, noch unbekannte Umgebung zu übertragen und an die Gegebenheiten und Notwendigkeiten anzupassen.
Das geeignete Grundstück findet sich in Form einer Industriebrache direkt außerhalb der alten Stadtmauern anschließend an die Piata Unirii hinter dem Theater mit Blick auf die Altstadt. Es liegt also angrenzend an den wichtigsten innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt, gleichzeitig das Zentrum des neuen Hermannstadt und das städtebauliche Zentrum der kommunistischen Ära.
Entwurfsprämissen:
Das Entwurfsprogramm richtet sich nach einem fiktiven Szenario. Solange die Entscheidung über die tatsächliche Verwendung des Grundstückes offen ist, wird es für temporäre Nutzungen zur Verfügung gestellt.
Im Zentrum der Aufgabenstellung liegt das Nutzen und Bespielen eines völlig freien, abgegrenzten Stadtraumes, das Füllen einer Brache mit vernetzten Funktionen. Dazu sollen die Qualitäten und Möglichkeiten des Areals und seiner Umgebung erkannt und richtig gedeutet werden. Vorgefundene Mängel und Bedürfnisse der Stadt sollen die räumlichen und funktionalen Inhalte des Entwurfsprogrammes bestimmen.
Raum- und Funktionsprogramm:
Das Funktionsprogramm umfasst an baulichen Maßnahmen primär ein kostengünstiges temporäres Jugendhotel mit rund 100 Betten, den erforderlichen Serviceeinrichtungen und mindestens einem Mehrzweckraum für zirka 40 Personen, der auch geeignet sein soll ein Architekturworkshop zu beherbergen, also eine Unterkunft für die eigene Reisegruppe.
Zusätzlich sollen zeitgemäße Unterkünfte für die Studierenden der ortsansässigen Universitäten geschaffen werden.
Eines der auffälligsten Merkmale der Hermannstädter Wohngebiete, meist in Form von Plattenbausiedlungen ist das Fehlen fast jeglichen nutzbaren öffentlichen Freiraumes. Die meisten sind Stellflächen für PKW zum Opfer gefallen. Auch im Zentrum selbst gibt es nur wenige nutzbare Grünflächen.
Da das Grundstück in seiner Größe und Topografie durch die geplanten Bauwerke nicht zur Gänze ausgenutzt werden soll und kann, ist die Gestaltung attraktiver Freibereiche und Freizeiteinrichtungen, die auch durch die Bevölkerung der Stadt genutzt werden sollen ebenso zentrale Themenstellung.












