Institut für Gebäudelehre

Projektübung 1-3, 2011: McBoulevard 2.0*

Projektübung*
Plüddemanngasse – McBoulevard 2.0**

Als räumliches Ausgangsmaterial verwendeten wir die Grazer Plüddemanngasse, die zwar zentral im Grazer Stadtraum liegt, sich aber durch außerordentlich vorstädtische Ödnis und stadträumliche Disparatheit auszeichnet. Sie stellt exemplarisch die Folgen fehlender städtebaulicher Planung in den letzten Jahrzehnten dar. Ihre räumliche Kontinuität ist nur durch den Umstand ihrer zentralen Funktion als Autobahnzubringer gegeben – von Parkplätzen der Einzelhandelssteppe mit unterschiedlichsten Gebäudetypen zum Wohnen und Arbeiten gesäumt. Im Zuge dieser Projektübung soll dieser im kollektiven Gedächtnis nur beiläufig eingeschriebenem stadträumlichen Bestand nicht als Tabula Rasa betrachtet werden sondern als Ausgangsbasis für eine Weiterentwicklung der Stadt. Mittels Gestaltungsstrategien wie der Konversion und Nachverdichtung soll der öffentliche Raum gefasst, Raumfolgen erzeugt und Aufenthalts- bzw. Lebensbereiche geschaffen werden.

Beginn: 28. Februar 2011

M. Bogensberger
H. Gangoly
C. Müller-Inderbitzin

*Verpflichtendes Wahlfach: AK Wohnbau
**Ein McWord ist ein Wort mit der Vorsilbe Mc-, abgeleitet von der ersten Silbe des Namens der McDonald’s Restaurant-Kette. Worte dieser Art sind entweder offizielle Marketing-Begriffe (z. B. McNugget), oder Neologismen, welche abwertende Assoziationen mit der Restaurant-Kette oder Fast-Food im Allgemeinen wecken. Diese stehen oft für Qualitäten der Billigkeit, fehlender Authentizität, oder die Schnelligkeit und Beliebigkeit der Herstellung. Sie sind auch in Nicht-Konsum Kontexten als abwertend verwendet für stark kommerzialisierte oder globalisierte Dinge und Konzepte.

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