AK Wohnbau, 2010/11: Der urbane Block

AK WOHNBAU
Der urbane Block
(Verpflichtendes Wahlfach für Projektübung Gründerzeitblock)
Im Grazer Stadtteil Eggenberg, der in weiten Bereichen als gründerzeitliche Stadt geplant war, findet sich eine Vielzahl inhomogener, von durchmischten Bauformen charakterisierte Blöcke.
Der Block als Bauform ist in mehreren Ebenen maßgeblich für das Gesicht und die Funktion einer Stadt. Zum einen als städtebauliche Typologie, als urbane Untereinheit, bestehend aus zusammenhängenden Einzelgrundstücken, die durch topografische Grenzen und/oder Straßen zusammengefasst und eingegrenzt werden und in ihrer durchgeplanten Urform eine meist geschlossene, immer aber annähernd homogene Bebauung enthalten. Zum anderen als Gebäudetypologie, als Bauform vor allem im Bereich des Massenwohnbaus. Die Anordnung der einzelnen Baukörper nach dem übergeordneten städtebaulichen Grundkonzept ergibt die städtebauliche Einheit Block.
Je nach historischer Stilepoche bzw. angewandter Stadtbautheorie ergeben sich so völlig unterschiedliche Stadtbilder und Lebenswelten.
Was aber, wenn wie in Eggenberg im gebauten Block die Homogenität der Epoche, des Stils nicht fertig gestellt werden konnte, wenn sich aus irgendeinem Grund die Bauformen innerhalb einer vorgegebenen blockartigen Zonierung scheinbar willkürlich zu durchmischen beginnen?
In der Lehrveranstaltung werden die historischen Hintergründe untersucht und sowohl städtebauliche Grundtypologien wie auchEinzelbauwerke analysiert, verglichen, zu Ende gedacht und diagrammatisch aufgearbeitet.
Vorlesungsempfehlung: Entwurfsaspekte Gebäudelehre, 06.12.2010, 13:00, HS 1: Ida Pirstinger:
Wohnungstypologien der Gründerzeit. Das Zinshaus zwischen Elendsquartier und Beletage.
Lehrveranstaltungsstart: 27.10.2010
E. KnorrI. Pirstinger Download LV – Broschüre
