Diplom: Renate Ziegler | Am Löcherboden
Titel: Am Löcherboden
Diplomandin: Renate Ziegler
Betreuer: Prof. Hans Gangoly
Disposition, Analyse und Enwurf einer hochalpinen Berghütte
Die Alpen werden heute als ausgedehntes Spielfeld für eine Vielzahl an sportlichen und touristischen Aktivitäten genützt. Die Berghütte, als Schutz- Unterkunfts- und Zufluchtsort, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Sie steht damit im Spannungsfeld zwischen der Nutzung der Alpen als eine faszinierende Umgebung als auch als zu schützende Naturlandschaft. Die Entwicklungsgeschichte des alpinen Schutzhüttenbaus zeigt auf wie sich die Anforderungen an eine Berghütte und die verschiedenen Anschauungs- und Interessensweisen von damals bis heute stark verändert haben. Am Anfang des Arbeitsprozesses stand daher eine direkte Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen durch eine Feldrecherche am Stubaier Höhenweg. Das Raumprogramm für die Entwurfsaufgabe basiert auf den aus der Analysephase gewonnenen Anforderungen an eine hochalpine, bewirtschaftete Berghütte, im speziellen auf den funktionalen Zusammenhängen. Entwurfsbestimmend war die Idee eines großen zentralen Raumes, der alle westentlichen Funktionen auf physischer und optischer Ebene miteinander verbindet und so im Sinne einer Gemeinschaftlichkeit beim Bergsteigen in das soziale Beisammensein auf der Hütte eingreift. Als Standort für das Projekt wurde ein Ort, der Löcherboden, am Ende des Pitztals am Kaunergrat, auf 2960m gewählt, wo sich die Hütte gut in das bestehende Wegenetz eingliedert. Die Bauaufgabe erfordert eine speziellere Auseinandersetzung mit den Thematiken der Materialität, der geeignete Bauweise, den klimatischen Bedingungen und allen Schwierigkeiten, die die extremen Gegebenheiten durch die abgeschiedene und isolierte Lage mit sich bringen.

